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Karpfen
Geschichte
Der Karpfen gehört zu den Urahnen
der Gattung Fisch und lässt sich bereits in Fossilienfunden
aus der Tertiärzeit nachweisen.
Die eigentliche Heimat ist Südosteuropa und insbesondere
China. In China, gehörte ein Karpfenteich beinahe zu
jedem großen Haus. Karpfen war äußerst beliebt
auf dem Speiseplan der Chinesen.
Nach Europa kam der Karpfen im Mittelalter. In den Klöstern
wurden von den Mönchen die hochrückigen Karpfen,
die sich aus den ursprünglich eingeführten langgestreckten
Wildkarpfen entwickelten, gezüchtet und als Fastenspeise
zubereitet.
Wo Karpfen leben
Karpfen bevorzugen warme, stehende oder langsam fließende
Gewässer. Tagsüber hält sich der Karpfen in
seinem Teich am liebsten an tiefen Stellen auf. Erst in der
Dämmerung wird er aktiv.
Karpfen & Co.
Wir unterscheiden heute zwischen zwei Karpfenarten, dem sog.
Wildkarpfen oder auch
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Schuppenkarpfen und dem Hochrückenkarpfen aus der Zucht.
Der Wildkarpfen ist am Körper mit dunkelbraunen bis grünen
Schuppen bedeckt und insgesamt etwas schmaler und wendiger als
sein hochrückiger Bruder. Man zählt heute insgesamt
30 Arten der karpfenartigen Fische. Dazu zählen u. a. Schleien
und Rotaugen.

Was Karpfen fressen
Die Nahrung des Karpfens bilden Würmer, Kleinkrebse,
Insektenlarven und ähnliche Kleinbewohner des Wassers
und der Bodenregion. Mit seinem weit vorgestülpten Maul,
das durch die wulstigen Lippen wie ein Rüssel geformt
werden kann, zieht er die Beute zu sich heran.
Hochzeit und Fortpflanzung
Die Geschlechtsreife erreichen Karpfen wenn sie drei bis vier
Jahre
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alt sind. Der Hochzeitstanz der Karpfen ist ein ungewöhnliches
Schauspiel, das man in hellen Nächten des Spätfrühjahrs
und Sommers beobachten kann
"Kinderstube"
Die blassgelben, senfkorngroßen Eier kleben an Pflanzen
im Wasser fest. Wenn die Bedingungen gut sind, kann man schon
nach zwei Tagen Augenpunkte erkennen und nach drei bis fünf
Tagen schlüpfen etwa fünf Millimeter kleine Larven.
Sie bleiben noch ein bis drei Tage an der Pflanze hängen,
an der sie geboren wurden. Danach kommen sie an die Wasseroberfläche
und füllen ihre Schwimmblase mit Luft. Sobald die Jungfische
schwimmfähig sind, beginnen sie zu jagen und ernähren
sich, wie die Alten, von Kleintieren und Algen. Das Wachstum
hängt von der Temperatur und natürlich vom Futterangebot
ab.
Alter
Wild lebende Karpfen erreichen ein Durchschnittsalter von
sieben bis elf Jahren. In Zuchtteichen können sie sogar
bis zu 40 Jahre alt werden.
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