Patent auf LebenErst kürzlich ist in den USA ja ein Frankenfish, ein gentechnisch veränderter Lachs, zum Verkauf zugelassen worden.

Nicht nur wegen TTIP droht auch hier eine solche Entwicklung. Das Europäische Patentamt erteilt – mit einem juristischen Trick – trotz ausdrücklichen Verbots mittlerweile Patente auf Pflanzen und Tiere, und zwar nicht nur auf gentechnisch hergestellte, sondern auch auf konventionelle Züchtungen.

Beides sind Auswüchse der industrialisierten Landwirtschaft, deren große Player wie Monsanto, Pioneer oder Syngenta Interesse daran haben, immer größere Teile des landwirtschaftlichen Produktionsprozesses unter ihre Kontrolle zu bekommen.

Petition gegen Patente

Deswegen hat der österreichische Bio-Anbau-Verband Bio Austria gemeinsam mit der Arche Noah und der Produktions-Gewerkschaft Pro–Ge eine Petition gegen die Patentierung von Pflanzen und Tieren gestartet. Die Website mit der Möglichkeit der Unterstützung findet ihr unter www.keinpatentaufleben.at.

Schon in der ersten Woche haben über 50.000 Menschen diese Petition unterschrieben – das zeigt, wie sehr dieses Thema die Menschen bewegt. Je mehr Unterstützer die Initiative bekommt, desto größer wird der Druck auf die österreichische Politik, sich auf EU-Ebene gegen diese Vorgehensweise des Europäischen Patentamts einzusetzen.

Warum macht sich Bio Austria, der Dachverband der österreichischen Biobetriebe, für ein Verbot von Patenten auf Pflanzen und Tiere stark? Und warum betrifft das die Biobäuerinnen und Biobauern besonders? Kurz zusammengefasst:

  • Weil Patente auf Pflanzen die Abhängigkeit der Biobäuerinnen und Biobauern erhöhen und die Ernährungs-Souveränität untergraben
  • Weil Patente auf Pflanzen den Züchtungsfortschritt für ökologisch nachhaltige Landwirtschaft behindern
  • Weil Patente auf Pflanzen die Biodiversität in der Landwirtschaft bedrohen

Mehr Info auf der Website von Bio Austria.

vielfalt

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